Das Herz‑Jesu‑Wochenende verbrachten wir dieses Jahr in Osttirol. Über den Brenner, Richtung Brixen und weiter durch das Pustertal machten wir unseren ersten Halt in Aufkirchen bei Toblach, wo sich in der Marienkirche die älteste Marienwallfahrt des Hochpustertals befindet. Nach einem kurzen Impuls unseres Regens Roland zum Thema „Herz Jesu und der Trost im Leid“ und einer kurzen Führung durch die Mesnerin wanderten wir weiter über einen Besinnungsweg. Dieser orientiert sich am Weg des Petrus und seinem großen Bekenntnis: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Nach etwa einer Stunde erreichten wir die kleine Kirche St. Peter, einen Ort, der sehr zum Verweilen im Gebet einlädt und für viele ein Kraftplatz ist. Nach einer kleinen Jause und dem Abstieg fuhren wir weiter nach Sillian, wo wir unsere Unterkunft bezogen und eine kurze Pause einlegten.
Am Nachmittag ging es weiter nach Anras, wo wir von Dekan Hansjörg Sailer im Widum begrüßt wurden. Er gab einen Impuls zum Thema „Herz Jesu und das priesterliche Leben“, ein tiefgehender Beitrag mit der zentralen Botschaft: „Priester brauchen ein brennendes Herz.“ Anschließend folgten eine Zeit der Stille und des Austauschs, und wir wurden von seiner Haushälterin Viktoria bestens verpflegt. Der Bürgermeister von Anras zeigte uns zudem das neue Gemeindehaus, das im ehemaligen Pfleghaus untergebracht ist, dem früheren Gerichtssitz von Brixen und der Sommerresidenz der Brixner Bischöfe. Da an diesem Tag auch der Gedenktag des heiligen Antonius war, feierten wir mit der Pfarrgemeinde einen Festgottesdienst in der kleinen Kirche St. Antoni. Im Anschluss bestaunten wir die vielen Hausbeleuchtungen, die Herz‑Jesu‑Feuer und die musikalischen Klänge der Musikkapelle zur Einstimmung auf das bevorstehende Herz‑Jesu‑Fest.
Am Sonntag feierten wir in Anras das Herz‑Jesu‑Fest mit einem beeindruckenden Festgottesdienst, dessen Predigt unser Regens Roland hielt. Danach folgte die Prozession durch die Felder von Anras. Ein besonderes Lob gilt den Fahnenträgern, die trotz des starken Windes ihre Fahnen sicher trugen. Nach einer Ehrensalve und einem Marsch für Dekan Hansjörg und uns verabschiedeten wir uns und fuhren weiter nach Innichen. Dort erkundeten wir zunächst die Stadt und erhielten anschließend eine Führung durch das alte Stiftshaus und die Stiftskirche. Mit vielen Eindrücken und positiven Impulsen machten wir uns schließlich auf den Rückweg nach Innsbruck.