Walter Apunyo Longora, Diözese Innsbruck

Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern die Sünder zur Umkehr. (Lk 5,32)

Mein Name ist Walter Apunyo und ich komme aus Uganda, einem Land in Ostafrika. Ich bin das vierte Kind in einer Familie mit 12 Kindern. Ich bin derzeit Seminarist der katholischen Diözese Innsbruck Mein beruflicher Weg ist so lang, aber ich werde versuchen, ihn zusammenzufassen.

Als Kind ging ich einmal mit meiner Mutter zur Messe und in der Messe sah ich kleine Jungen, die auf dem Altar ministrierte. Gleich nach der Messe sagte ich zu meiner Mutter, dass ich so sein möchte wie sie. Dann ging sie mit mir zu dem Pfarrer, der die Messe zelebriert hatte, und erzählte ihm von meinem Wunsch. Er nahm an und ich trat den Ministranten der Pfarrei bei. Ich erinnere mich, dass ich nach der ersten Messe, bei der ich als Ministrant assistierte, dem Priester sagte, dass ich eines Tages auch so sein möchte wie er.

Er war so hilfsbereit, dass er mich nach Abschluss meiner Grundschulzeit in das kleine Seminar einer der Gemeinden in Uganda eintrug. Ich setzte mein Studium fort, bis ich in das Hauptseminar in Kenia eintrat, um dort Philosophie zu studieren, woraufhin ich zum Noviziat nach Tansania ging. Nach dem Noviziat legte ich meine ersten Gelübde ab und absolvierte ein zweijähriges Theologiestudium in Kenia.

In all diesen Phasen der Ausbildung bin ich immer an meinem Kindheitswunsch festgehalten. Natürlich kann man fragen, ob ich in all diesen Phasen auf Herausforderungen gestoßen bin, und die Antwort ist ja. Aber wenn wir den Herrn an unserer Seite haben, finden wir immer wieder Mut und Trost, um weiterzumachen.

Nach einer guten Zeit des Nachdenkens und Betens verspürte ich den Wunsch, meine priesterliche Ausbildung in einem anderen Land, weit weg von Afrika, fortzusetzen. Gott erhörte meine Gebete, und ich erfuhr von der Diözese Innsbruck durch einen Priester derselben Diözese, der die katholische Pfarrei besucht hatte, in der ich meine pastorale Arbeit verrichtete. So kam ich im Dezember 2020 nach Innsbruck, wo ich meine Priesterausbildung und mein Theologiestudium fortsetze, in der Hoffnung, es zu beenden und Gott als Priester in Tirol zu dienen.

Gott beruft jeden von uns, entweder Priester zu sein, zu heiraten, ledig zu leben oder Ordensleben zu führen, und was er von uns sucht, ist nur unser Ja. Das `Ja, das Petrus ihm in Lukas 5,1-11 gab. Er strebt nicht nach Perfektion, um uns zu rufen, sondern er benutzt unsere Unvollkommenheit, um uns vollkommen zu machen. Er ruft das Unvollkommene dazu auf, es perfekt zu machen.

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