Andreas Feusthuber, Diözese Innsbruck

Wer ist der Mensch, der den HERRN fürchtet? Ihm weist er den Weg, den er wählen soll. Ps 25,12

Mein Name ist Andreas Feusthuber und ich darf mich ganz herzlich vorstellen. Ich bin 25 Jahre und komme aus Oberwang, einem kleineren Ort im oberösterreichischen Salzkammergut. Schon sehr früh spielte der Glaube in meinem Leben eine gewisse Rolle. Sei es durch den sonntäglichen Kirchgang mit meinen Eltern und meiner jüngeren Schwester oder das Beten am Abend mit meiner Mutter. Besonders geprägt hat mich auch meine Uroma, die mir von Maiandachten bis zum Rosenkranzgebet in dieser Hinsicht sehr viel mit auf den Weg gegeben hat.
Neben der Familie war es aber auch eine gewisse Faszination an den Abläufen der Hl. Messe und an den kirchlichen Festen, ganz besonders Fronleichnam, die mich schon in der Volksschule sagen ließ: ‚Ich werde einmal Priester.‘ Damals natürlich noch nicht so ernst gemeint und reflektiert, begleitete mich die Idee dennoch, mal mehr mal weniger, durch meine gesamte Jugendzeit. Als das Ende meiner Schulzeit mit der Matura 2017 gekommen war, beschloss ich daher dieser lang gehegten Idee nachzugehen und besuchte noch im selben Jahr das Propädeutikum, das erste Jahr der Priesterausbildung, in Linz. Es war eine prägende Zeit, über die ich heute rückblickend sagen kann, dass ich, um viele Erfahrungen reicher, mit einem neuen, tieferen Glauben aus ihr hervorgegangen bin.
Um jedoch meine Berufung, Priester oder Familie, genauer zu prüfen, entschloss ich mich, mein Theologiestudium in Linz zunächst nicht als Seminarist, sondern als Laie zu beginnen. Beseelt vom Wunsch, während des Studiums auch neue Eindrücke zu sammeln und neue Orte zu sehen, sowie auf Empfehlung einiger befreundeter Priester, wechselte ich Anfang 2020 nach Innsbruck. Dort ergab sich für mich die Möglichkeit, als Gast im hiesigen Priesterseminar mitwohnen zu dürfen. Obwohl durch die Umstände der vergangenen Jahre dann leider vieles via Internet geregelt wurde, allen voran das Studium, bot sich mir dennoch die Gelegenheit, diese Zeit auch zu nutzen, um Tirol erst kennen und schließlich lieben zu lernen. So wurde aus dem ursprünglichen Plan, nur für eine bestimmte Zeit in Innsbruck zu bleiben und dann ins Ausland zu gehen, der Gedanke, auf Dauer in dieser Diözese zu bleiben. Während all dieser Zeit seit 2017 war ich in meiner Heimatpfarre als Lektor aktiv gewesen, gestaltete Andachten zu verschiedensten Anlässen, arbeitete in den Ferien bei der Post, ging wandern usw. Der Gedanke, Priester zu werden, hat mich dabei aber nie wirklich verlassen. Und so fasste ich schließlich, bestärkt durch meinen Glauben und durch den positiven Zuspruch meiner Familie und vieler Bekannter und Freunde, im vergangenen Jahr den Entschluss, für die Diözese Innsbruck in das Priesterseminar einzutreten und hier meine Berufung zu prüfen.
Zurzeit darf ich nun im Rahmen der Ausbildung ein Praktikum im Seelsorgeraum der Pfarren Aldrans, Ampass, Lans und Sistrans machen. Dank Pfarrprovisor Johannes Hohenwarter durfte ich dort bereits einige schöne Eindrücke und neue Erfahrungen sammeln.
Wohin auch immer Gott mich auf meinem Weg letztlich noch führen mag, bin ich froh, ihn jetzt in dieser Diözese gehen zu dürfen.

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Riedgasse 9
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