Bischöfliches Priesterseminar der Diözesen Innsbruck und Feldkirch


Lukas Hitzl

Diözese Linz

 Ich bin das erste von vier Kindern, die alle im katholischen Rahmen am Land aufgewachsen sind. Meine Geschwister und ich waren daher im Zuge des Heranwachsens stark in unsere Heimatpfarre Vöcklamarkt eingebunden. Nach der Erstkommunion durfte ich als Ministrant beginnen. Zu dieser Zeit legte Gott Interesse zum Priestertum in mein Herz, in meine Seele – und der Gedanke an solch einen Weg erfüllte mich mit Freude. Darum zögerte ich nicht offen und ehrlich über meinen Wunsch zu sprechen und bat viele Menschen, unter anderem einige Priester, um Gebet für mich. Den Ausbildungsweg wählte ich dementsprechend – d.h. nach der Volks- und Hauptschule entschied ich mich für ein Oberstufenrealgymnasium, welches ich aber nicht abschloss.

Spontan ließ ich mich auf eine Lehre zum Chemieverfahrenstechniker ein. In dieser Zeit konnte ich viele wichtige Erfahrungen sammeln, für die ich echt dankbar bin. In der Übergangsphase von der Schule zur Lehre lernte ich eine wichtige Stütze in meinem Glauben kennen – einen Jugend-Gebetskreis. Während der Lehre bekam ich die Chance das Angebot „Lehre mit Matura“ zu nutzen – sozusagen eine Abendschule für Lehrlinge. Ich nahm diese Möglichkeit wahr, um meine Zukunft offener gestalten zu können. Nach vielen Höhen und Tiefen schloss ich die Lehre und eineinhalb Jahre später auch die Matura ab.

Ohne Gott wäre das so – in dieser Form – nicht möglich gewesen. In diesem Bewusstsein erwachte das Interesse zum Priestertum wieder neu und ich stellte, kurz vor Abschluss der Matura, die Frage meiner Berufung in den Mittelpunkt meines Lebens. Innerlich spürte ich, Gott möchte von mir eine Entscheidung haben. Deswegen ging ich ins Gebet und nahm, auf Ratschlag meines geistlichen Begleiters, an Schweigeexerzitien teil, bei denen ich von Gott eine deutliche Antwort erfuhr. Also meldete ich mich beim Priesterseminar in Linz und bin dankbar aufgenommen worden zu sein.

Mit Freiheit und Dankbarkeit darf ich den Weg der Ausbildung zum Priester in Innsbruck weiterführen. Es wird nicht immer einfach sein, deshalb bitte ich jeden, der diese Zeilen liest, um Gebet für mich und meine Mitbrüder im Priesterseminar – Herzlichen Dank.

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