Eine weitere Fensterpredigt - 22.1.2020

Gedanken über die Auferstehung und die Sendung in die ganze Welt.

Liebe Besucher!

Die Fenster in dieser Kirche wurden bereits in den 60ger Jahren entworfen und angefertigt. 2009 wurden sie dann restauriert und strahlen seitdem in neuem Glanz. Besonders schön ist es, wenn die Sonne am Nachmittag in die Fenster scheint und die Farben an die Wand geworfen werden.

In diesem Fenster hier sehen wir den Auferstandenen. Er steht ganz groß in der Mitte. So wie die Auferstehung auch in der Mitte unseres Glaubens steht. Denn die Auferstehung war eine Hoffnung für die Jünger. Aber nicht nur für sie vor 2000 Jahren, sondern auch für uns heute. Denn Jesus sagt nicht, dass er nur für die Jünger da sein wird, sondern er sagt, dass er immer bei uns sein wird, sogar bis zum Ende der Welt. Es ist ein großartiges Versprechen für uns und die ganze Welt. Er ist immer da bei uns, um uns zu helfen, zu stärken und zu führen.

Als ich nach Österreich gekommen bin, wurde ich auf einen Wahlspruch einer großen österreichischen Partei aufmerksam. Da hieß es: „Ich bin da!“ Da musste ich dann an den Auferstanden denken. Jesus verspricht nicht nur, dass er da ist, sondern dass er für immer da sein wird. Bis ans Ende der Welt. Und das in zweifacher Bedeutung: zum einen so lange wie es die Welt geben wird, aber auch wörtlich bis an die Enden der Erde.

Beide Aspekte kommen in diesen Fenstern vor. Der zeitliche Aspekt wird deutlich, dass auf den Fenstern sowohl die Apostel abgebildet sind, wie auch Menschen anderer Zeiten. Und dass Jesus bis an die Enden der Erde gesandt ist, zeigt sich, dass in den vier Ecken der Fenster die vier Enden der Welt dargestellt sind.

Jesus ist also für die ganze Welt auferstanden. Und auch wir sind für die ganze Welt gesendet. Jesus sendet seine Jünger in die ganze Welt und da auch wir als Christen seine Jünger sind, sind auch wir dazu berufen die frohe Botschaft zu verkünden.

In der ganzen Welt gibt und gab es Menschen, die auf ihre Weise das Evangelium verkündet haben. Die Heilige Mutter Teresa tat es in dem sie sich um die Armen kümmerte. Der Heilige Franz Xaver brachte als Missionar den Glauben nach Indien. Der Selige Otto Neururer verkündete die frohe Botschaft in den Schrecken des Nationalsozialismus.

Auch wir müssen uns fragen, wo und wie wir das Evangelium verkünden können. In unserem Alltag; in der Familie; bei der Arbeit; in der Schule und an vielen anderen Orten. Doch wir müssen das nicht alleine vollbringen. Jesus ist immer bei uns.

Christopher Illiparambil

Newsarchiv | Links | Kontakt | Impressum | Datenschutz
Bischöfliches Priesterseminar der Diözesen Innsbruck und Feldkirch