Ausbildungseinheit Seelsorge - 24.11.2018

Dieses mal ging es bei der Ausbildungseinheit im Priesterseminar um das Thema Seelsorge

Zuerst haben wir einzeln und dann in Gruppen überlegt, was uns zum Thema Seelsorge alles einfällt. Hier ein paar Begriffe und Themen aus diesen Überlegungen:

Begleiten/Führen: Seelsorge heißt die Menschen zu begleiten, mit ihnen auf dem Weg sein. Aber reines Begleiten ist zu wenig, man muss auch anleiten/führen und den Menschen so neue Wege aufzeigen.

Gebet für die Menschen: Oft hat man den Eindruck, dass nur das Seelsorge ist, was man sieht oder wo man mit den Menschen redet. Aber ebenso wichtig ist das Gebet für die Menschen für die man sich sorgt.

Aufmerksam sein: Aufmerksamkeit ist eine wichtige Eigenschaft von Seelsorge. Wenn man unaufmerksam und oberflächlich bleibt, übersieht man oft das, was die Menschen bewegt und wo sie Unterstützung brauchen. Aufmerksam sein heißt auch, sich Zeit zu nehmen. Nicht schnell und vorgefertigte Lösungen präsentieren, sondern sich auf die Menschen einlassen. Wie ein guter Arzt, der sich Zeit für seine Patienten nimmt und wo man das Gefühl hat, dass man ernst genommen wird.

Selbst eine Beziehung zu Gott haben: Eine Grundlage für die Seelsorge ist, dass man selbst eine Beziehung zu Gott hat. Es nützt das beste pastorale Konzept nichts, wenn man nicht im Glauben steht. Die Menschen merken es schnell, wenn man nicht authentisch ist.

Fördern und Ermutigen: Seelsorge hat auch die Aufgabe, die Talente und Berufungen der Menschen zu fördern und sie zu ermutigen ihren Weg mit Gott zu gehen. Das Gegenteil davon wäre es, wenn man die Menschen klein hält und sie an sich bindet damit man für sie wie ein Anführer wird. Das wäre ein Missbrauch von Seelsorge und würde zu einer Sekte führen.

Dienst an der Einheit: Als Seelsorger oder Seelsorgerin ist man auch dazu berufen die Einheit in der Gemeinde zu fördern. Durch schlechte Seelsorge kann es passieren, und leider passiert es auch immer wieder, dass die Gemeinde gespaltet wird. Seelsorger sollen Brückenbauer zwischen den Menschen und Gott sein.

Anschließend haben wir die verschiedenen Arbeitsfelder der Seelsorge und wie sie eingeteilt werden können angeschaut. Danach bekam jede Gruppe die Aufgabe ein Konzept für eine Pfarre zu erarbeiten für jeweils eine spezielle Gruppe. So etwa für Kinder, Jugendliche, Ehepaare, junge Familien, Männer und Senioren. Diese Konzepte haben wir dann vorgestellt und miteinander besprochen.


Christoph Konzett

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