Bischöfliches Priesterseminar der Diözesen Innsbruck und Feldkirch


Die Weiheordnung

Weg zum Priestersein entfaltet sich Schritt für Schritt.

Die Beauftragung zum Lektorat und Akolythat

Im Zusammenhang mit der Priesterausbildung bilden Lektorat und Akolythat die ersten Schritte zur Priesterweihe. Die Beauftragung erfolgt unter der Voraussetzung der Bereitschaft für den Dienst am Wort Gottes und am Altar in der Vorbereitung auf den zukünftigen Dienst als Priester.
In der Regel geschieht die Beauftragung frühestens im dritten Studienjahr, sofern die erklärte Absicht vorliegt, Priester zu werden.
Das Ansuchen um Beauftragung ist rechtzeitig schriftlich an den Ordinarius zu richten und zu begründen. Es wird dem Regens übergeben, der es mit dem Votum der Seminarleitung an den Ordinarius weiterleitet. Für die Vorbereitung zur Beauftragung trägt der Regens die Verantwortung.

Die Aufnahme unter die Kandidaten zum Diakon und Presbyterat (Admissio)

Es scheint sinnvoll, die Ermöglichung zum Ansuchen um die Aufnahme unter die Kandidaten zum Diakonat und Presbyterat früher als bisher anzusetzen.
Günstig scheint das Ende des 4. Jahres zu sein. Das handschriftlich verfasste und an den Ordinarius gerichtete Ansuchen wird dem Regens anvertraut, der es mit dem Votum der Seminarleitung an den Ordinarius weiterleitet.
Die Vorbereitung (Skrutinium) erfolgt durch den Regens.
Entsprechend der neuen Skrutinienordnung soll das Skrutinium vor der Admissio, mindestens jedoch ein Jahr vor der Diakonenweihe stattfinden.
Die Admissio besitzt kirchlicherseits einen hohen Verbindlichkeitswert. Sie ist ein erstes offizielles Ja zur Weihe des betreffenden Kandidaten, das nur aus wichtigen Gründen widerrufen werden kann (bzw. soll).

Das Pastoraljahr

In der Regel beginnt das Pastoraljahr nach Abschluss des Theologiestudiums und dauert ein Arbeitsjahr.
Das Ziel ist, durch die Mitarbeit in den verschiedenen Bereichen einer Pfarre der eigenen Diözese die pastorale Situation kennen zu lernen und sich in den pastoralen Dienst, vor allem auf die Zusammenarbeit und den Umgang mit pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie auch der Pfarrangehörigen einzuüben.
Die Vorstehung trägt in Zusammenarbeit mit dem Verantwortlichen dieses Universitäts¬lehr¬ganges, dem Pfarrer eines Seelsorgeraumes oder einer Pfarrei die Verantwortung für die Begleitung des Priesterseminaristen. Zur Vertiefung und Weiterbildung in den einzelnen pastoralen Bereichen werden die Leiter der diözesanen Ämter und andere kompetente Personen eingebunden.
Die konkrete Planung wird für ein Jahr erstellt; es liegt im Ermessen des Regens bzw. des Diözesanbischofs, die Zeit der Einübung in die Seelsorge über das Pastoraljahr hinaus zu verlängern. In dieser wertvollen Zeit „außen“ soll der Kontakt zum Seminar gewahrt bleiben. Regelmäßige Zusammenkünfte aller sich im Pastoraljahr befindenden Seminaristen sind auch für das Seminar ein Gewinn.

Der Diakonat

Nach Abschluss des Theologiestudiums richtet der Kandidat zum Diakonat ein handschriftlich gefasstes Ansuchen um Erteilung der Weihe an den Ordinarius, das dem Regens übergeben und von diesem mit dem Votum der Seminarleitung an den Ordinarius weitergeleitet wird. Die Vorbereitung auf die Diakonenweihe soll das Pastoraljahr nicht zu stark beeinträchtigen. Sie ist gut zu integrieren.

Der Presbyterat

Im Diakonatsjahr kann der Diakon entsprechend der üblichen Vorgangsweise (vgl. Diakonat) um die Erteilung der Priesterweihe ansuchen.
Die Vorbereitung auf die Weihe erfolgt im Diakonatsjahr.
Mit der Priesterweihe endet die Zugehörigkeit zum Priesterseminar.
Für die spirituelle, liturgische und praktische Vorbereitung auf die heilige Weihe und den diakonalen bzw. priesterlichen Dienst trägt die Vorstehung die Verantwortung. Da nicht alles durch das universitäre Curriculum abgedeckt werden kann, sollen im Diakonatsjahr besonders auch die Geschichte und Theologie des Ordo, die Geschichte und Theologie des Zölibats nochmals zur Sprache kommen. Es ist auch eine Cura-Prüfung abzulegen.

Neben allen menschlichen Bemühungen wollen wir immer auch um den Beistand des Heiligen Geistes bitten!

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