Gedenktag des Heiligen Franz Xaver - 3.12.2018

Heute gedenken wir des Heiligen Franz Xaver, ein wichtiger Missionar für Indien und ein großes Vorbild für uns alle.

Der heilige Franz Xaver ist für mich ein wichtiger Heiliger. Er wirkte auch in Goa in Indien und als ich dorthin eine Wallfahrt gemacht habe, habe ich das erste mal meinen Berufungsgedanken bekommen. Daher möchte ich hier kurz erzählen wer der Heilige war und was er mit seinem Leben auch uns heute noch sagen kann.

(Seitenaltar in der Jesuitenkirche in Innsbruck)

Franz Xaver wurde am 7. April 1506 auf dem väterlichen Schloss in Javier in Navarra (Spanien) geboren. Als er 19 Jahre alt war, ging er nach Paris zum Studium. Hier lernte er Ignatius von Loyola kennen. Zusammen mit fünf weiteren Gefährten legten sie 1534 die sogenannten „Montmartre Geluebde“ ab, Gott künftig in Keuschheit zu dienen und als Missionare zu wirken. 1537 empfingen alle die Priesterweihe. An seinem 35. Geburtstag brach er im Auftrag von Papst Paul III. und des portugiesischen Koenigs nach Indien auf. In Indien missionierte er unter den armen Perlenfischern an der Südostspitze Indiens. 1545 ging er wieder auf Reisen, von Madras aus fuhr er nach Malakka, dann zu den Molukken Inseln. 1549 zog er nach Japan. 1552 brach er nach China auf, erkrankte jedoch während seiner Bemühungen, in das Land hinein zu gelangen, und starb am 3. Dezember 1552 auf der Insel Sancian bei Kanton. Papst Paul V. sprach Franz Xaver 1619 selig, Gregor XV. drei Jahre später, 1622, heilig.

Franz Xaver wird oft mit einem flammendem Herzen dargestellt. Dieses brennende Herz zeigt uns, welche große Liebe er für Christus hatte. Diese Liebe zieht ihn von Europa nach Asien. Diese Liebe gab ihm Mut, dem Ruf Christi zu folgen und das Wort Gottes zu verkünden. Diese Liebe Gottes gab ihm die Hoffnung, die Liebe Christi in den Menschen einzupflanzen. Schließlich war diese Liebe Gottes sein Licht, das ihm den richtigen Weg zeigte.

Advent ist eine Zeit der Vorbereitung auf den kommenden Christus. Advent ist eine Zeit, in der wir versuchen sollen, wie Franz Xaver, ein Licht für andere zu sein. Brennt unser eigenes Herz auch so wie seines und sind wir dadurch ein Licht für andere? Oder brennt es für andere Dinge? Die Adventszeit ist eine gute Gelegenheit der Flamme des Herzens wieder Nahrung zu geben, damit sie nicht erlöscht.

Stephen Dsouza

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